(Er)Fahrungen

Reisebericht

Reisebericht

… von der Donauquelle bis weit hinter Wien

Der ursprüngliche Plan war natürlich aus dem Urlaub heraus zu berichten – diverse Umstände haben jedoch dazu geführt, dass wir uns jetzt erst melden.

Umstand Nr. 1

Wir haben gleich am ersten Tag das Handy in der Donau entsorgt. Selbstverständlich versehentlich! Tja, und dann war zwar die Erholung vom Alltag ein wenig größer, die Hürde in ein Internetcafé zu gehen, um dort einen Blog-Eintrag zu schreiben, aber auch!

Umstand Nr. 2

Zum Schreiben fehlte die Zeit. Wer Outdoor-Urlaub macht, der kennt das vielleicht: Man hat seine festen Abläufe, die lediglich mit den Grundbedürfnissen (Schlafen, Essen, Bewegung) zu tun haben und ansonsten tut man das, wofür man sich auf die Reise gemacht hat. In unserem Fall: Pedalieren. Und da wir das im Schnitt 100 km am Tag gemacht haben, blieb tatsächlich wenig Zeit für anderes; und die Zeitfenster die vorhanden waren, nutzten wir, um uns vom Umstand Nr. 3 zu erholen.

Umstand Nr. 3

Wir sind durch die heißesten Tage des Jahres geradelt und unsere Körper wollten, bei täglichen Temperaturen jenseits der 40° Grad, außer Cola und ein paar alibimäßigen Salatblättchen nichts weiter außer: Ruhe und Entspannung!

Nun sollt ihr aber das bekommen, was bereits vom Weg aus geplant war, und zwar:

Unser Pino-Resümee

Die neue 11-Gang-Schaltung

Die zwei zusätzlichen Gänge sind goldwert; der Unterschied zur vorherigen 9-Gang-Schaltung ist enorm. Im Gegensatz zur vorherigen Schaltung, die wir in der Rhön bis an ihre (und unsere) Grenzen getrieben haben, ist die neue 11-Gang-Schaltung gerade an Steigungen ein wahrer Segen.

Der neue 500 Wh-Akku

Die Reichweite des 500 Wh-Akkus hat uns begeistert und überzeugt. In der Ebene haben wir, trotz Gegenwind auf den gesamten 1000 km, teilweise nach bereits 100 gefahrenen Kilometern noch 60 % Akkuladung gehabt. Es sei an dieser Stelle aber auch erwähnt, dass man gemeinsam natürlich schneller unterwegs ist als auf einem Einzelrad (Rennradfahrer ausgenommen) und wir so des Öfteren über 25 km/h gefahren sind und der Akku dann nicht mehr gefordert wird. An diesen Stellen spart man Akkuleistung, die man dann für schwierigeres Gelände als Reserve hat.

Praktikabilität und Verstaubarkeit

An- und Abreise haben wir mit dem Mietwagen realisiert. Es sieht auf den ersten Blick nicht so aus, aber das Pino passt auseinandergebaut selbst in die kleinsten Autos. Hinfahrt: Opel Astra. Rückbänke umgeklappt, Pino auseinandergebaut, Pino ins Auto, Taschen als Polster drumherum: fertig! Wir haben die Zeit gestoppt: Mit ein wenig Übung dauert das Auseinanderbauen 12 Minuten. Das gleiche gilt auch für das Zusammenbauen.

Im Gleichtritt

Wenn man unterschiedliche Gang-Vorlieben hat, ist es sinnvoll, das Kettenblatt vom Stoker zu tauschen. In unserem Fall hieß es immer von vorne: „Kannst du mir noch nen Gang mehr geben?“ Das sind jedoch Anpassungssachen, je nach Vorliebe.

Kontaktfreudig und außergewöhnlich

Wir waren der Hingucker schlechthin. Das Hase Pino ist definitiv ein kontaktfreudiges Gefährt bzw. ein Gefährt, das für Kontakte sorgt 😊 und es löst nicht nur Verbundenheit unter Tandemfahrern aus, sondern auch zahlreiche begeisterte Daumen-Hochs und manchmal auch ein neidvolles „sowas hätte ich auch gerne“.

Noch ein kleiner Trick

Wir haben eine 3 Liter Trinkblase hinter dem Sitz des Stokers befestigt. Dazu haben wir die Blase zwischen Netzsitz und Rohr geklemmt und sie oben mit einem Hasegurt an dem Klettverschluss festgemacht. Den Schlauch der Trinkblase haben wir dann über den Sitz gelegt, so dass er seitlich des Sitzes „baumelte“ und somit immer griffbereit war.

Ein Partnergefährt

Und was wir wieder einmal festgestellt haben: Das Pino ist ein hervorragendes Paar-Gefährt. Es ist eine Wohltat im Gleichtakt durch die Lande zu gleiten, sich austauschen zu können, Vertrauen zu genießen, und in unserem Fall: Geduld (der Partnerin) und Wendigkeit (des Fahrzeugs) auf die Probe zu stellen. So ist es, wenn Mountainbiker Pino fahren – da werden Rad und Partnerschaft auf Herz und Nieren getestet 😊 P.S.: Das Pino liegt ganz fantastisch in den Kurven.

Eine Geschichte vom Weg

Und noch ein kleiner Bericht vom Weg: Wir haben eine Familie getroffen, die mit zwei Rädern unterwegs war, bereits seit 18 Tagen: Der Vater mit Pino (manuell und viel Gepäck): Vorne seine Tochter, die eine körperliche Behinderung hatte, aber mit Handkurbel unterstützte, und hinten sein Sohn, der mit dem FollowMe mitfuhr. Die Mutter fuhr elektrisch und zog noch einen Hänger mit teilweise Gepäck, aber primär mit dem Rollstuhl für die Tochter. Wir waren sehr interessiert an den Erzählungen der Familie und waren glücklich darüber zu hören, wie begeistert sie von dem Pino waren, welches sie jetzt schon seit einigen Jahren hatten und gerne für den ausgiebigen Outdoor-Urlaub nutzten. Gerade die Tochter schien glücklich über ihre Selbstwirksamkeit, die sie vorne auf dem Pino erlebte.

Dies sind die für uns wichtigsten Dinge, die wir an euch weitergeben wollten. Wenn wir noch etwas vergessen haben, was euch am Hase Pino interessiert, dann schreibt uns gerne eine Mail oder ruft uns an.

Schaut euch auch auf der Seite von HaseBikes (hier) um. Dort gibt es schöne Videos zum Pino und ausführliche Informationen.

Bis zum nächsten Urlaub mit Produkttestung 😊

Eure Christina & Massao

Posted by Fahrradgarage-Gleichen in (Er)Fahrungen, Ich bin dann mal weg
1000 Kilometer mit dem Hase Pino – Ein Bericht

1000 Kilometer mit dem Hase Pino – Ein Bericht

… von der Donauquelle bis weit hinter Wien

Der ursprüngliche Plan war natürlich aus dem Urlaub heraus zu berichten – diverse Umstände haben jedoch dazu geführt, dass wir uns jetzt erst melden.

Umstand Nr. 1

Wir haben gleich am ersten Tag das Handy in der Donau entsorgt. Selbstverständlich versehentlich! Tja, und dann war zwar die Erholung vom Alltag ein wenig größer, die Hürde in ein Internetcafé zu gehen, um dort einen Blog-Eintrag zu schreiben, aber auch!

Umstand Nr. 2

Zum Schreiben fehlte die Zeit. Wer Outdoor-Urlaub macht, der kennt das vielleicht: Man hat seine festen Abläufe, die lediglich mit den Grundbedürfnissen (Schlafen, Essen, Bewegung) zu tun haben und ansonsten tut man das, wofür man sich auf die Reise gemacht hat. In unserem Fall: Pedalieren. Und da wir das im Schnitt 100 km am Tag gemacht haben, blieb tatsächlich wenig Zeit für anderes; und die Zeitfenster die vorhanden waren, nutzten wir, um uns vom Umstand Nr. 3 zu erholen.

Umstand Nr. 3

Wir sind durch die heißesten Tage des Jahres geradelt und unsere Körper wollten, bei täglichen Temperaturen jenseits der 40° Grad, außer Cola und ein paar alibimäßigen Salatblättchen nichts weiter außer: Ruhe und Entspannung!

Nun sollt ihr aber das bekommen, was bereits vom Weg aus geplant war, und zwar:

Unser Pino-Resümee

Die neue 11-Gang-Schaltung

Die zwei zusätzlichen Gänge sind goldwert; der Unterschied zur vorherigen 9-Gang-Schaltung ist enorm. Im Gegensatz zur vorherigen Schaltung, die wir in der Rhön bis an ihre (und unsere) Grenzen getrieben haben, ist die neue 11-Gang-Schaltung gerade an Steigungen ein wahrer Segen.

Der neue 500 Wh-Akku

Die Reichweite des 500 Wh-Akkus hat uns begeistert und überzeugt. In der Ebene haben wir, trotz Gegenwind auf den gesamten 1000 km, teilweise nach bereits 100 gefahrenen Kilometern noch 60 % Akkuladung gehabt. Es sei an dieser Stelle aber auch erwähnt, dass man gemeinsam natürlich schneller unterwegs ist als auf einem Einzelrad (Rennradfahrer ausgenommen) und wir so des Öfteren über 25 km/h gefahren sind und der Akku dann nicht mehr gefordert wird. An diesen Stellen spart man Akkuleistung, die man dann für schwierigeres Gelände als Reserve hat.

Praktikabilität und Verstaubarkeit

An- und Abreise haben wir mit dem Mietwagen realisiert. Es sieht auf den ersten Blick nicht so aus, aber das Pino passt auseinandergebaut selbst in die kleinsten Autos. Hinfahrt: Opel Astra. Rückbänke umgeklappt, Pino auseinandergebaut, Pino ins Auto, Taschen als Polster drumherum: fertig! Wir haben die Zeit gestoppt: Mit ein wenig Übung dauert das Auseinanderbauen 12 Minuten. Das gleiche gilt auch für das Zusammenbauen.

Im Gleichtritt

Wenn man unterschiedliche Gang-Vorlieben hat, ist es sinnvoll, das Kettenblatt vom Stoker zu tauschen. In unserem Fall hieß es immer von vorne: „Kannst du mir noch nen Gang mehr geben?“ Das sind jedoch Anpassungssachen, je nach Vorliebe.

Kontaktfreudig und außergewöhnlich

Wir waren der Hingucker schlechthin. Das Hase Pino ist definitiv ein kontaktfreudiges Gefährt bzw. ein Gefährt, das für Kontakte sorgt 😊 und es löst nicht nur Verbundenheit unter Tandemfahrern aus, sondern auch zahlreiche begeisterte Daumen-Hochs und manchmal auch ein neidvolles „sowas hätte ich auch gerne“.

Noch ein kleiner Trick

Wir haben eine 3 Liter Trinkblase hinter dem Sitz des Stokers befestigt. Dazu haben wir die Blase zwischen Netzsitz und Rohr geklemmt und sie oben mit einem Hasegurt an dem Klettverschluss festgemacht. Den Schlauch der Trinkblase haben wir dann über den Sitz gelegt, so dass er seitlich des Sitzes „baumelte“ und somit immer griffbereit war.

Ein Partnergefährt

Und was wir wieder einmal festgestellt haben: Das Pino ist ein hervorragendes Paar-Gefährt. Es ist eine Wohltat im Gleichtakt durch die Lande zu gleiten, sich austauschen zu können, Vertrauen zu genießen, und in unserem Fall: Geduld (der Partnerin) und Wendigkeit (des Fahrzeugs) auf die Probe zu stellen. So ist es, wenn Mountainbiker Pino fahren – da werden Rad und Partnerschaft auf Herz und Nieren getestet 😊 P.S.: Das Pino liegt ganz fantastisch in den Kurven.

Eine Geschichte vom Weg

Und noch ein kleiner Bericht vom Weg: Wir haben eine Familie getroffen, die mit zwei Rädern unterwegs war, bereits seit 18 Tagen: Der Vater mit Pino (manuell und viel Gepäck): Vorne seine Tochter, die eine körperliche Behinderung hatte, aber mit Handkurbel unterstützte, und hinten sein Sohn, der mit dem FollowMe mitfuhr. Die Mutter fuhr elektrisch und zog noch einen Hänger mit teilweise Gepäck, aber primär mit dem Rollstuhl für die Tochter. Wir waren sehr interessiert an den Erzählungen der Familie und waren glücklich darüber zu hören, wie begeistert sie von dem Pino waren, welches sie jetzt schon seit einigen Jahren hatten und gerne für den ausgiebigen Outdoor-Urlaub nutzten. Gerade die Tochter schien glücklich über ihre Selbstwirksamkeit, die sie vorne auf dem Pino erlebte.

Dies sind die für uns wichtigsten Dinge, die wir an euch weitergeben wollten. Wenn wir noch etwas vergessen haben, was euch am Hase Pino interessiert, dann schreibt uns gerne eine Mail oder ruft uns an.

Schaut euch auch auf der Seite von HaseBikes (hier) um. Dort gibt es schöne Videos zum Pino und ausführliche Informationen.

Bis zum nächsten Urlaub mit Produkttestung 😊

Eure Christina & Massao

Posted by Fahrradgarage-Gleichen in (Er)Fahrungen, Ich bin dann mal weg, Mitteilungen